Liederkranz Talheim

Ausflug vom Liederkranz 29.05.2014 bis 01.06.2014

Eine fröhliche Gruppe von 27 Personen machte sich am 29.05.2014 schon um 06.30 Uhr auf den Weg nach Rauris im Salzburger Land. Die Reise verlief von Talheim über Ulm, Augsburg und München nach Pertisau am Achensee.IMG_1216 Ein Zwischenstop um 09:00 Uhr zum Weißwurst-Essen wurde gerne angenommen, war für alle Beteiligten eine positive Überraschung und für manch einen das erste Kennenlernen der bayerischen Spezialität. Mit einem gut gefüllten Bauch ging es dann wieder auf die Strecke. Mussten doch noch 185 Kilometer zurückgelegt werden. Erstaunlicher Weise waren die Mitglieder des Liederkranzes nicht die Einzigen, die an diesem langen Wochenende einen Ausflug machten und so kam es, dass wir in einem Stau landeten. Dieser führte dazu, dass wir verspätet am Achensee ankamen und noch dazu bei nicht wirklich schönem Wetter. Zu der geplanten Schiffs-oder Bähnlesfahrt hatte niemand die richtige Lust.
Die Stimmung war leicht getrübt und konnte nur noch durch die kulinarische Einmaligkeit des Talheimer Roadvespers „Schlag Auf“ gerettet werden.
Nach dieser Stärkung ging es dann wieder beschwingt weiter in Richtung Endziel des Tages, nämlich dem Rauriserhof in Rauris. Nachdem alle Quartier bezogen hatten konnte der Speisesaal gestürmt werden. Bei einem 4-Gänge-Menü wurde die Stimmung immer entspannter und der Ausklang im Clubbereich war sehr gesellig. Der nächste Vormittag stand ganz im Zeichen der Entdeckung des Ortes. Die Reiseleiterin Gerlinde erzählte von dem durch den Goldabbau erzielten Reichtum des Ortes, von Ignaz Rojacher, der auf dem Gipfel des Hohen Sonnblicks eine bis heute aktive Wetterstation errichtete, das Sonnenblickobservatorium, und von der weltberühmten aus Rauris stammenden Skirennläuferin Ulrike „Ulli“ Maier, die zweifache Weltmeisterin im Super-G und Vize-Weltmeisterin im Riesenslalom wurde und 4 Weltcuprennen gewann. Leider verstarb diese mit nur 27 Jahren bei einem Skiunfall. Wir besuchten ihr Grab auf dem Rauriser Friedhof und konnten ihren Gedenkstein auf dem Rauriser Marktplatz bewundern.IMG_1401 Am Nachmittag entführte uns der Seniorchef des Hotels zum Rauiser Talschluss. Auf dem Weg dorthin erzählte er uns von dem früheren Goldabbau über der Waldgrenze auf 3000 Meter Höhe, von den einheimischen Gämsen, Weißkopf- und Bartgeiern und von der staatlichen Pferdezucht, den Norikern. Leider konnten wir an diesem Tag keine Wanderung durch den Talschluss machen, da der Regen einfach nicht aufhören wollte. Aber auf dem Rückweg zum Hotel klarte es doch noch etwas auf und so machten sich einige Leute auf, die letzten vier Kilometer bis zum Hotel zu laufen, die anderen fuhren nach Hause und ließen es sich bei einer Nachmittagsjause und einem Spaziergang im Ort gutgehen. Das Abendessen war wieder ein echtes Erlebnis und um dem etwas entgegen zu setzen wurde dann anschließend wie wild auf der hauseigenen Bahn gekegelt und der Tischkicker kam auch mächtig zum Einsatz. Wir waren bestimmt nicht die besten Spieler, aber über mangelnde Begeisterung für einen jeden Treffer oder fehlenden Applaus konnte sich niemand beschweren. Und so ging schon der zweite Tag unseres Aufenthaltes feuchtfröhlich zu Ende.
Der nächste Tag brachte uns in das herrliche Glemmtal. Wir hatten sogar prima Wetter und so war die Stimmung gut, als wir nach einer Panoramafahrt durch die Bergwelt der Hohen Tauern und dem Steinernen Meer in Saalbach Hinterglemms ankamen und mit einem Bummelzug auf eine Alm gebracht wurden. Dort machten wir uns dann auf den Weg – einen ganz besonderen Weg – dem Baumzipfelweg. Ausgerüstet mit den besten waldgrünen Zipfelmützen, die man sich nur wünschen kann, eroberten wir uns eine in schwindelnder Höhe befindliche Brücke. Die Schwankungen, denen man dabei ausgesetzt war, führten bei dem einen oder anderen zu der Überlegung, ob der Alkoholkonsum des Vortages vielleicht doch noch nicht ganz überwunden war. Nachdem die Brücke passiert war wurde man über Holzwege durch den Wald geführt. Aber nicht auf dem Boden – nein, nein – sondern immer auf Höhe der Baumwipfel, was der Name des Weges ja schon vermuten ließ. Bis heute konnte nicht geklärt werden, ob es auf die Höhenluft zurückzuführen ist oder auf die Einwirkung der Mützen, auf alle Fälle verfielen dann einige Sänger in einen Taumel der höheren Dicht- und Liedkunst, worauf ein neuer Song in das Repertoire des Vereins aufgenommen wurde, welcher den Ansprüchen des Dirigenten bestimmt nicht gerecht wird. Nach einer deftigen Brettljause auf der Alm marschierten wir dann vom Berg hinab zu unserem Bus. Da unser Busfahrer auf dem Weg nachhause einfach keinen Parkplatz finden konnte (die sind aber auch so was von selten), mussten wir unseren wohl verdienten „Schlag auf“-Kaffee dann auf dem Parkplatz vor dem Hotel einnehmen, was auch seinen Charme hatte.IMG_1332 Da durch eine Hochzeit bedingt unser Abendessen schon auf 18:00 Uhr angesetzt war, konnten wir dann um so länger unsere erlernten Kegelfähigkeiten austesten und neue Rivalen auf dem Schlachtfeld des Tischkickers vernichten. Aber oh weh! Schon musste wieder gepackt werden, schon war es Zeit, den Luxus des Hotels zu verlassen und die Heimreise anzutreten. Über Zell am See – Saalfelden – Lofer nach Reit im Winkl ging die Fahrt hinauf zur bekannten Winklmoosalm. Leider war das Wetter so unangenehm, dass wir auf eine Wanderung verzichten mussten und uns in die Hütte zu einem guten Mittagessen zurückzogen. Und dann ging es wieder weiter nach Hause. Weder die Müdigkeit, noch die Staus konnten die gute Laune der Reisenden eintrüben und so wurde lautstark mitgesungen, als es von einem Handy trällerte: „Wir fahren nach Mallorca, ja wir fahren nach Mallorca und der ganze Bus muss Pipi“. Vielen Dank allen, die an diesem wunderschönen Ausflug teilgenommen haben. Und unseren ganz besonderen Dank an unseren Rudi Weber, der sich diese Reise wieder einfallen hat lassen.

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